Leben mit Gott

Dürfen Christen bedenkenlos Videospiele spielen? Nein.

Author: AlexanderWenn du ein Roboter bist, klicke bitte diesen Link an: Falle!

Dieser Text behandelt dich Frage, ob Christen Videospiele spielen dürfen. Für den einen oder anderen scheint die Antwort ja sonnenklar, während die anderen offensichtlich Argumente haben, die dafür oder dagegen sprechen. Doch für die ganz Ungeduldigen findest du direkt im nächsten Absatz die Antwort.

Dürfen Christen Videospiele spielen? Die einfache Antwort: Christen dürfen generell Videospiele spielen, sollten aber darauf achten, welche Spiele sie spielen und welchen Inhalt diese haben. Weitere Erörterungen findest du in diesem Artikel.

Sind Videospiele generell christlich?

Es gibt Menschen, die verteufeln einfach alles. Es gibt ja sogar Christen, die jegliche Elektrizität ablehnen, weil diese nicht in der Bibel steht und daher vom Satan kommen muss bzw. sie können sich nicht sicher sein, dass es Gott gefällt und lassen es deshalb. Die Menschen sind Amish. Bei diesen Christen muss man eher nicht diskutieren, ob sie Videospiele ablehnen oder nicht,- wer kein Strom hat, kann keine Videospiele ablehnen.

Jetzt aber mal ernsthaft: Natürlich schwingt mit der Frage mit, dass es okay ist bestimmte Techniken der Moderne verwenden zu dürfen ohne das man Gott beleidigt oder eine entsprechende Bestimmung in der Bibel benötigt.

Da die Bibel vor knapp 2000 Jahren vollendet wurde, können wir da nichts direkt über Videospiele lesen. Oder Fernseher. Oder dem Internet. Daher müssen wir gucken, welche Prinzipien hier angewendet werden können.

Zu allererst gilt das folgende Prinzip: Egal, völlig egal, was ich hier schreibe: Wenn der Heilige Geist dir ein schlechtes Gewissen macht oder du ein komisches Gefühl dabei hast ein Videospiel zu spielen… dann lass es! Gott möchte dir damit etwas sagen. Nimm deine persönliche Einstellung aber bitte nicht als Allgemein gültig an!

Wenn du ein offensichtliches Spieleproblem hast, dadurch deine Freunde vernachlässigst oder dich selber gehen lässt: Auch in diesem Fall solltest du die Finger von Videospielen lassen! Bitte verwende diesen Text nicht dazu dir eine Entschuldigung zu suchen. Wenn du in einer solchen extremen Situation bist: Lass den Controller liegen!

Für alle anderen Christen, und ich hoffe ehrlich gesagt, dass sind die allermeisten gilt folgendes: Ein Videospiel ist auch nur ein Medium für eine Botschaft, Ähnliches Prinzip wie ein Film oder ein Buch. Alle drei sind nicht per se unchristlich oder von Satan, sondern erst einmal ein neutrales Medium.

Was sagt die Bibel über Computerspiele?

Ich erwähnte es bereits: Die Bibel sagt nichts über Computerspiele im speziellen aus. Sie sagt aber auch nichts über Auto und Flugzeuge, Ritter und der Erfindung der Dampfmaschine. Trotzdem ist die Bibel zeitlos, da sie ein Prinzip vermittelt, statt starre Regeln.

Das Prinzip heißt: Wenn es dich zerstört und dich von Gott abbringt, solltest du es lassen. Die Wirkung dabei kann von Medium zu Medium unterschiedlich sein und muss sich nicht zwingend auf Video- oder Computerspiele übertragen lassen oder muss darauf angepasst werden. Ansonsten gibt es auf dieser Welt viele Dinge, die weder gut noch böse sind, sondern einfach Tool, mit dem der Mensch arbeitet.

Im folgenden versuche ich verschiedene Prinzipien der Bibel auf Video- und Computerspiele anzuwenden. Dabei, denke ich, gibt es keinen großen Unterschied, ob das Spiel auf einem Computer oder auf einer Playstation läuft.

Das Videospiel als Götze

Videospiele sind erstmal ein neutrales Medium. Damit zählt auf der einen Seite der Inhalt des Videospiels, ob es für Christen geeignet ist oder nicht und es zählt die Einstellung des einzelnen Christen gegenüber dem Videospiel.

Für dieses Kapitel wird kein großer Unterschied gemacht, ob ein Christ an einem bestimmten Spiel seine dauerhafte Freude hat oder am Spielen von Videospielen im allgemeinen. Für diese Argument betrachten wir die Beziehung zwischen dem Christ und dem Videospiel.

In der Bibel steht klar und deutlich, dass wir keine anderen Götzen neben uns haben sollen. Dies ziehlt auch für allgemeine, im Alltag verfügbare, Gegenstände. Klassischerweise wird an dieser Stelle oft Geld als Beispiel genommen. Es kann aber auch das Auto, der Computer, die Ming-Vasen-Sammlung sein, die als Ersatz-Gott (aka Götze) dient.

Gesunde und ungesunde Beziehung zwischen Videospiel und Christ

Alles, was davon ablenkt Gott anzubeten oder eine alternative Weltenansicht besitzt, kann eine potenzielle Gefahrenquelle für Christen sein. Es mag ein wenig strapaziert klingen, aber vergleichen wir das ganze mal mit einem Alkoholiker: Für die allermeisten Menschen ist es kein Problem Alkohol zu trinken und sie kommen nach eine durchzechten Nacht selten auf die Idee weiter zu machen (An dieser Stelle geht ein Gruß an alle Studierenden raus). Ein Alkoholiker dagegen kein sein Konsum nicht kontrollieren und muss immer mehr Alkohol zu sich nehmen.

Wenn wir dieses Bild nun auf Videospiele übertragen, kann es in etwa so aussehen: Es ist kein Problem, wenn ein Christ ab und zu mal spielt und dabei seine Freude hat oder gar mit Freunden spielt – Wenn dieser Christ aber in die, von dem Videospiel präsentierten, Welt, eintaucht und nicht hinaus kommen will, liegt ein Götze vor – und dies ist definitiv nicht gut!

Videospiele und okkulte Welten

Die allermeisten Videospiel bauen in irgendeiner Art eine virtuelle Welt auf. In manchen Spielen ist es offensichtlich (wie World of Warcraft), bei anderen ist es nicht sofort klar (wie Super Mario Bros). Jede dieser Welten beherbergt einen Satz gewisser Regeln.

Das können Regeln sein, wie: Die Figur kann so und so hochspringen. Sie kann nach links und rechts gehen. Sie kann Gegenstände aufsammeln. Bei Feindkontakt verliert sie Lebenspunkte. Die Hauptfigur kann schießen oder nicht schießen. Die Figur kann mit anderen reden oder nicht. Das Aufsammeln von Pilzen bringt neue Lebenspunkte usw.

Dabei gelten, je nach Genre, bestimmte Regeln für jedes Spiel. In Jump n Run-Spielen können Charakter springen, in allen Ego-Shootern können Spieler eine Waffe abfeuern, in Rollenspielen können Spieler bestimmte Zaubersprüche sprechen.

Eben diese Regeln sind es, die ein bestimmtes Spiel unchristlich machen oder nicht. (Wobei auch hier gilt: Wenn sich der Heilige Geist nicht meldet, kann es für den einzelnen noch okay sein) Gerade in Rollenspielen werden okkulte tief in das Spiel oder die Spielwelt integriert: Es müssen Kräuter gesucht werden, es können Heilungszauber gesprochen werden oder es können Dämonen beschworen oder vernichtet werden.

Damit ist man in einem Videospiel mit eindeutig okkulten Bereich – Die Bibel (und damit Gott) ist recht eindeutig was das angeht: Nur Gott alleine besitzt diese Macht. Nur ihm alleine sollte vertraut werden. Wenn Menschen heute besondere Fähigkeiten erhalten, dass durch Gottes Gnade alleine – und nicht durch irgendwelche Kräuter oder besondere Zaubersprüche!

Insofern sage ich: Solche Spiele sollten mit Vorsicht genossen werden! Menschen, die schon mal mit Okkultismus zu tun hatten, sollten diese Art von Spiel auf jeden Fall vermeiden. Christen, die glauben von Dämonen geplagt zu werden, sollten auf jeden Fall eine Zeit lang darauf verzichten und gucken was passiert. Die anderen Christen hören bitte auf den Heiligen Geist!

Videospiele mit anti-christlichen Verhalten

Diese Regeln von Videospielen betreffen aber nicht nur die Welten von Videospielen, sondern auch die Taten. Je nach Videospiel muss der Spieler einige Taten vollziehen, die eindeutig nicht Christlich sind.

Wer einige Videospiele kennt, hat sicherlich ein Bild im Kopf: Ein Spieler rennt mit einer Waffe durch die Gegend und schießt andere Figuren tot. Oder geht in fremde Häuser und klaut dort aus Truhen irgendwelche Ressourcen. Oder ist als König in der Aufgabe fremdes Land zu erobern. Selten, aber durchaus vorhanden, gibt es die Aufgabe mit bestimmten Frauen Sex zu haben.

Ich denke ich brauche nicht wirklich zu erklären, dass diese Verhalten, die dem Spieler durch die Mechanik (die Regeln der Welt) aufgezwungen wird, nicht besonders christlich ist.

In wie weit man persönlich diese Aufgaben mit sich in Verbindung bringt, liegt an jedem Christ für sich. Es sei allerdings gesagt, dass viele Spieler dieses Verhalten auf sich spiegeln und sagen: “Ich habe diesen Gegner besiegt”. Hier ist keine klare Grenze mehr zwischen der Realität als Christ und der virtuellen Welt gegeben.

Ob ein solches Spiel also als Götze gilt oder nicht, liegt an der Abstraktionsfähigkeit des Spielers gegenüber den Spiel: Nimmt dieser es als Spiel war und kann sich davon abgrenzen oder nicht? Wenn eine Abgrenzung gar nicht möglich ist, sollte man als Christ ggf. die Finger von diesem Videospiel lassen.

Christen und Ballerspiele

Ich möchte es nicht verpassen einige Worte zum Themen Christen und Ballerspiele zu schreiben. Wer den Text oben gelesen hat, wird sich sicher denken können, wie es sich mit Ballerspielen verhält. Ein Ballerspiel ist ein Spiel, dass primär auf den Einsatz von (virtuellen) Waffen gerichtet ist und den Spieler in der Regel in die Lage eines Helden versetzt und andere (virtuelle) Menschen tötet.

Das ein wildes herumschießen nicht direkt zum christlichen Leben gehören sollte, ist klar. Doch hierbei handelt es sich um eine virtuelle Abstraktion und vielen Menschen ist es möglich zwischen Realität und Spiel zu unterscheiden. Ähnliches gilt zum Beispiel auch nach dem sehen eines entsprechenden Fernsehfilms.

Als Christ sollte man hier ehrlich sein: Warum reizt es dieses Spiel zu spielen? Ist es wegen der Machtausübung? Sind es die sozialen Interaktionen zwischen den Mitspielern (z.B. via Internet)? Meines erachten können hier die selben Prinzipien angewendet werden, wie im vorherigen Kapitel und im Anfang beschrieben: Wenn das Spiel der entsprechenden Person moralisch fragwürdig vorkommt, sollte diese es lassen zu spielen.

Zusammenfassung

Ob Christen Videospiele spielen dürfen ist meinem klaren “Ja” zu beantworten. Es ist generell in Ordnung. Dennoch sollte jeder Christ für sich selbst entscheiden, ob die Inhalte des einzelnen Spiels ihn zu sehr von Gott abbringen und damit ein Götze (Ersatz-Gott) ist;- denn dies ist die Gefahr, die passieren kann.

Um eine ungefähre Orientierung zu haben, sollte die entsprechende Person die Zeit pro Woche und das eigene Gewissen im Auge behalten.

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