Gebet & Gebetsalltag

Was macht ein gutes Gebet aus?

In diesem Artikel sehen wir uns mal die Frage an, was eigentlich ein gutes Gebet ausmacht – und vor allem: Was bedeutet das eigentlich?

Ein gutes Gebet ist ehrlich, offen, frei von Zwängen und im vollen Glauben daran, dass das Gebet wirklich von Gott gehört wird. Das klingt mal wieder einfacher, als es am Ende ist.

Was sind die Elemente eines guten Gebets?

Wer an anderer Stelle sucht, der wird viele technische und aufwändige Dinge finden, wie man beten kann. Selbst wir haben auf dieser Seite hunderte Vorschläge von Texten, die man bei bestimmten Gelegenheiten verwenden kann. Doch eines fehlt dabei sehr oft:

Die innere Einstellung zum Gebet. Das Gebet ist für Jesus, als der Person, an der wir uns orientieren sollten, so wichtig, dass er dieses Thema in der Bergpredigt erwähnt hat. Dabei hat er erklärt, was ein gutes Gebet ausmacht.

Im Zentrum steht immer die Beziehung zu Gott, welche nicht durch äußere Einflüsse beeinflusst werden soll.

Ein gutes Gebet ist ehrlich

Ein gutes Gebet ist ehrlich. Ehrlichkeit im Gebet bedeutet das Gebet wirklich ernst zu meinen. Es sollte mehr sein, als ein Ritual. Es muss mehr sein, als etwas was man tut, weil man es tuen muss.

Das Christentum ist eine Recht freie Religion. Jesus Christus hat uns ermöglicht einen direkten Zugang zu Gott zu bekommen und „wie wir sind“ mit Gott sprechen zu können. Durch den Tod und Auferstehung Jesu Christi gelten wir vor Gott als sündenfrei.

Wir müssen nicht beten. Wir dürfen. Daher kann und darf jedes Gebet frei von Zwang sein. Daher können wir als Gläubige uns aussuchen, ob wir beten oder nicht.

Das kann aber die Gefahr beinhaltet nur aus Gewohnheit zu beten. Hier muss man als Christ so ehrlich zu sich sein, dass man immer „ehrlich“ betet.

Ein gutes Gebet ist offen

Jesus beschreibt, dass man in sein Kämmerlein gehen sollte, um zu beten – weit weg also von Menschen, die einen sehen können.

Auf der einen Seite verhindert man damit, dass man das Gebet nur wegen anderen Personen macht und somit seine Frömmigkeit zur schau stellt.

Auf der anderen Seite kann man damit Themen ansprechen, die man nicht in der Öffentlichkeit oder bei einem Gruppengebet ansprechen würde. Das können sehr private Themen sein, wie zum Beispiel Probleme in der Partnerschaft, Probleme mit der Gesundheit oder gar Probleme im Glauben.

Gott möchte diese Themen aber haben. Man solle sie vor Gott bringen, wie ein Kind seinem Vater alles erzählt. Ein gutes Gebet verschweigt Gott nichts – et weiß sowieso alles. Ein gutes Gebet ist offen und lässt keine Themen aus.

Wer Probleme damit hat offen mit Gott zu reden, der kann Jesu Rat ja mal wörtlich nehmen: Schließe dich z.B. in der Toilette an und bete an. In der Sicherheit, dass man nicht gestört wird, betet man oft anders.

Ein gutes Gebet ist frei von Zwängen

Ein gutes Gebet ist frei von Zwängen und sollte sich keiner irdischen Regel unterwerfen. Wer keine Lust hat gerade zu beten oder an einer Stelle nicht für etwas beten will, was er nicht möchte, sollte er oder sie auch nicht dazu gezwungen werden.

Das klingt erstmal komisch, aber es passiert. Gerade wenn man als Christ in vielen Gebetsgruppen ist oder oft in ein Gottesdienst geht, in dem man betet.

Dort werden oft Themen vorgegeben, für die man zu beten hat. Doch manch ein Christ kann gegen diese Themen sein. Dies können politische Einstellungen oder ein Gebetsanliegen sein, dass man als Gläubiger so nicht unterstützen kann.

In dem Fall sollte ein Christ nicht den Zwang der Gruppe unterliegen, sondern beten, wie er es selbst für richtig hält – im Zweifelsfall wird nicht (mit-)gebetet.

Ein gutes Gebet vertraut auf Jesus Christus

Ein gutes Gebet basiert auf dem Vertrauen darauf, dass es gehört wird. Der Beweis, den wir von Gott haben, dass Gebete erhört werden, ist Jesus Christus.

Der Tod und die Auferstehung von Jesus Christus ist der Dreh- und Angelpunkt eines Gebets. Jesus macht uns vor Gott sündenfrei und erlaubt es uns damit ohne Probleme vor Gott zu treten.

Wir müssen nichts tun, damit unser Gebet erhört wird. Dinge wie eine bestimmte Gebetshaltung oder Opferung oder sonst was ist völlig egal. Das Vertrauen in Jesus Christus ist der Glaube, daran, dass das Gebet eines Christen wirklich gehört wird.

Oder einfacher: Wer darauf vertraut, dass sein Gebet bei Gott ankommt, hat einen wichtigen Teil eines guten Gebets „in der Tasche“.

Kurzfassung: Was macht ein gutes Gebet aus?

Ein gutes Gebet braucht keine äußeren Einflüsse. Die innere Einstellung gegenüber Gott (und Jesus) ist entscheidend für ein gutes Gebet. Wer Probleme damit hat, sollte den Vorschlag von Jesus wörtlich nehmen und in einem Kämmerlein alleine beten (üben).

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