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Glauben Christen an die Wiedergeburt? Ja, aber…

Author: AlexanderWenn du ein Roboter bist, klicke bitte diesen Link an: Falle!

Das Wort “Wiedergeburt” wird tatsächlich im Christentum gebraucht und ist fester Bestandteil des Glaubens an und mit Jesus. Haben wir damit die Frage geklärt, ob Christen an die Wiedergeburt glauben? Das ist erstmal komplizierter, als es klingen mag.

Glauben Christen an die Wiedergeburt? Ja, Christen glauben an die Wiedergeburt. Der Begriff “Wiedergeburt” ist im Christentum aber anders definiert, als in fernöstlichen Religionen.

Was ist die Wiedergeburt bei Christen nicht?

Um besser zu verstehen, was die Wiedergeburt bei Christen ist, sollten wir uns zuerst angucken, was die Wiedergeburt nicht ist. In der heutigen Zeit haben viele Menschen, die sich für spirituelle Themen interessieren, eine Vorstellung von Wiedergeburt, die nicht christlich ist.

In den meisten fernöstlichen Religionen geht die Wiedergeburt in etwa so: Du musst sterben, um im nächsten Leben ein neues Leben mit anderen Bedingungen zu beginnen.

Das mag auf den ersten Blick identisch mit der Definition von Christen wirken – es ist aber die Definition von Reinkarnation. Hierbei stirbt der Körper komplett, die Seele (oder Lebensessenz oder was auch immer) verlässt diesen und schlüpft in einen komplett neuen Körper, der dann erst erschaffen wird.

Aber: Im Großen und Ganzen kann man die Definition auch für die Wiedergeburt im Christentum verwenden – nur versteht ein Christ unter den einzelnen Wörtern etwas ganz anderes, als ein Buddhist. Das beginnt bei der Definition von “Tod” und “Leben”.

Aus diesem Grund scheint es für viele keinen großen Unterschied zu geben und einige reden sogar davon, dass das Christentum die Reinkarnation lehrt – wichtig: Das Christentum lehrt die Wiedergeburt und nicht die Reinkarnation.

Eine wichtige Faustregel ist folgende: Für die Reinkarnation werden mehrere Leben benötigt. Im Christentum hat jeder Mensch nur ein Leben.

Doch wie passt das zusammen?

Was ist die Wiedergeburt für Christen?

Eine bessere Beschreibung für die Wiedergeburt, als die obige, ist die folgende Definition:

Der Mensch stirbt für die Sünde und wird zu etwas Neuem.

Ohne diesen Schritt ist der Mensch an die schlechten Dinge dieser Welt, die zur Sünde führen und damit zur Trennung von Gott, gebunden und hat keine wirkliche Möglichkeit von ihnen zu fliehen und sich von ihnen zu lösen.

Doch durch den Taufritus wird der Gläubige symbolisch getötet und ersteht dann wieder als eine neue Kreatur auf. Diese neue Kreatur ist nicht mehr an die Sünde und an die Herrschaft des Teufels gebunden, sondern kann sich davon lossagen. Während der Wiedergeburt ändern sich die Eigentumsverhältnisse von Teufel zu Gott.

Den theologischen Hintergrund und wie die Bibel diesen Schritt begründet, wird im Römer 6 beschrieben. Hier kannst du bei Bedarf mehr darüber lesen.

Der vorletzte Absatz ist nicht einfach zu verstehen und hat viele neue christliche Fachwörter reingeworfen. Daher möchte ich diesen in Umgangssprache zusammenfassen: Durch die Wiedergeburt eines Christen erhält dieser die Möglichkeit sich von Dingen fern zu halten, denen Gott nicht gefällt.

Er wird als etwas Neues von gut angesehen, obwohl er immer noch der selbe ist. Wer schon mal auf einer Taufe war, wird gemerkt haben, dass dem Täufling keine neuen Arme wachsen: Der Körper ist identisch geblieben. Es ist immer noch der selbe.

Doch für Gott und das Himmelreich befindet sich diese Person in einem anderen Verhältnis zu Gott – Er ist für die Sünde gestorben, so schreibt es die Bibel. Und mit Toten kann die Sünde nicht “arbeiten”.

Warum ist der Unterschied wichtig?

Den Unterschied zwischen den Verständnissen der Wiedergeburt zu verstehen ist wichtig, dass sie im Grunde den wichtigsten Kern des Christentums wiederspiegeln:

Es ist keine persönliche Leistung, die dich rettet und dazu führt, dass du bei Gott bist!

In der fernöstlichen Variante entscheidet sich wie du, um nächsten Leben zu leben hast, wie du in diesem Leben gelebt hast. Wenn du genug positives Karma gesammelt hast, wirst du was Besseres oder schlechteres. Das diese Idee Anti-christlich ist sollte an dieser Stelle ja bereits verständlich sein, ansonsten empfiehlt sich der folgende Artikel: Karma und Christentum.

Wir, als Menschen, können nichts von uns aus machen. Wir selber sind im Kern so schlecht, dass Gott uns eigentlich in die Hölle schmeißen müsste. Warum das so ist, ist ein komplett anderes theologisches Thema. Für den Moment müssen wir damit leben, dass es so ist.

So können wir auch nicht, falls es sowas wie Reinkarnation gäbe, uns “hoch” arbeiten. Gott würde uns ansehen und uns direkt vernichten, anstatt wieder auf die Welt kommen zu lassen. Dadurch ist übrigens die Existenz von Gott nicht vereinbar mit Reinkarnation.

Bei der fernöstlichen Wiedergeburt wäre also die eigentliche Leistung entscheidend, die wir nicht aufbringen können. Gott alleine kann uns also nur was schenken und wir können dieses Geschenk annehmen. In der Form der Wiedergeburt hat er uns das Geschenk gemacht, dass wir sein Eigentum werden und nicht mehr dem Teufel und dieser Welt gehorchen müssen.

Kurzfassung

Die meisten Menschen verstehen unter dem Begriff “Wiedergeburt” eine Seelenwanderung von einem Körper zu einem anderen. Diese Bedeutung ist dem Christentum fremd. Die Wiedergeburt im Christentum bedeutet die Trennung von der Sünde und der Herrschaft des Satans.

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