Kommen Ehebrecher echt in die Hölle? Die Kraftvolle biblische Antwort

Fremdgehen, anderen Frauen hinterher gucken, die Ehe kaputt machen – viele Wissen: Gott kann das nicht ausstehen! Und wir wissen auch: Gott bestraft jeden, der seine Gesetze nicht blind befolgt… oder?

Wie so oft ist auch dieses Thema nicht so eindeutig wie es zu erst scheint. Eines steht fest: Jeder Mensch verdient in die Hölle – egal ob er oder sie ihr Lebtag dem Partner treu war. Im Grunde läuft jeder Mensch in Richtung Hölle; ein Ehebrecher zu sein ist dafür nur ein Grund mehr.

Ehebrecher kommen in die Hölle, wenn sie Jesus Christus nicht als Retter für sich angenommen haben. Durch die Annahme von Jesus Christus werden alle Sünden vergeben und der Weg zum Himmel ist frei. Dies ist der einzige Weg der Hölle zu entkommen. Menschen, die nicht Jesus Christus als Retter angenommen haben, kommen in die Hölle – auch Ehebrecher!

In diesem Artikel wollen wir uns weiter mit dem Aspekt des Ehebruchs in der Bibel beschäftigten. Dieser Artikel soll dir helfen die biblische Ansicht eines Ehebruchs zu verstehen;- dieser ist keine Hilfe bei Problemen von menschlichen Gesetzen

Wann beginnt Ehebruch laut der Bibel?

In der Nicht-Christlichen Welt ist es meist Recht klar, wann ein Ehebruch stattfindet: Sobald sich ein Partner mit einer anderen Person trifft, um diese Zwecks Partnerschaft kennen zu lernen (Sprich: Daten) oder mit einer anderen Person sexuellen Kontakt hat.

Wikipedia beschreibt den Ehebruch nur auf einer körperlichen Ebene: Dort ist der Ehebruch erst dann “vollendet”, wenn Sex im Spiel ist. Für den einen oder anderen Menschen sind bereits früher bestimmte Grenzen überschritten worden, wie ich im vorherigen Artikel beschrieb.

Im alten Testament bereits gibt es den Tatbestand des Ehebruchs. Interessanterweise wird nicht genau definiert, wann dieser genau stattfindet – spätestens jedoch bei sexuellen Handlungen. Die Gesetze des alten Testaments waren dafür da die Nachkommenschaft bestimmten zu können. Bestraft wurden jeweils beide Partner, meistens mit Steinigung.

Die Zusammenfassung in diesem Text zu den Gesetzen im alten Testament können bewusst vereinfacht dargestellt werden, wenn bestimmte Details für die Klärung der Hauptfrage nicht von Bedeutung sind. Wer wirklich tief in die Thematik eintauchen möchte, dem empfehle ich den entsprechenden Text von der Deutschen Bibelgesellschaft.

Also haben wir im alten Testament etabliert, dass Gott den Ehebruch nicht gut heißt und ihn sogar Todeswürdig erachtet. Nur der Zeitpunkt wurde von ihm nicht definiert. Daher wurde in der Praxis von sexuellen Praktiken ausgegangen.

Als Jesus kam, verdeutlichte er das Gesetz und änderte den Beginn des Ehebruchs auf einen deutlich früheren Moment und führte das Prinzip “Ehebruch im Herzen” ein.

Ehebruch im Herzen

Im Matthäus-Evangelium (Mt 5,27-28) steht (und das ist wörtliche Rede von Jesus)

Ihr habt gehört, dass gesagt ist : »Du sollst nicht ehebrechen.« Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.

Mt 5,27-28

Das erste was man an diesem Abschnitt verstehen muss: Jesus hebt das Gesetz des alten Testamentes nicht auf! Wie bei vielen Gesetzen klärt er “gelegentlich” darüber auf, wie es eigentlich zu deuten ist. Und diese Deutung ist deutlich:

Er nur eine Frau anguckt, weil er sie schön findet, hat in einem Herzen die Ehe gebrochen. Soll heißen: Alleine die Tatsache, dass ein Mann einer Frau hinterguckt ist bereits untreu genug. Für Gott ist das so, als hätte der Mann mit der Frau geschlafen.

Der entscheidende Faktor ist hier nicht die Tatsache des Hinguckens, sondern des Begehrens. Alleine der Gedanke, dass seine eigene Frau nicht genug ist (was da ja subtil hintersteckt!) ist bereits Ehebruch.

Wenn man es also strikt sieht, haben viele Ehepartner (das Gebot wird sicher auch für die Frau zählen) ihren Partner bereits betrogen und diese Sünde begangen;- und somit sind sie für Gott die Hölle würdig.

Auf welche unangenehme Wahrheit möchte ich an dieser Stelle hinaus? Es gibt, in Gottes Sichtweise, mehr Ehebrecher, als man es zugeben mag. Die pure menschliche Einstellung bzw. das fehlerhafte menschliche “Sein” lässt es kaum anders zu.

Verhalten bei Ehebruch

Daher mag der Rat, der jetzt kommt, erstmal komplett seltsam erscheinen: Verzeihe deinem Partner, wenn du kannst. Sicherlich wird es irgendwie eine Schwelle geben, die du nicht akzeptieren kannst – das ist okay – aber versuche deinem Partner zu verzeihen.

Er mag einer Frau hinterher gesehen haben und aus biblischer Sicht hat er dich damit betrogen – versuche ihm das zu verzeihen. Jesus selbst war so großzügig mit seiner Gnade, dass er zu Lebzeiten auf der Erde eine Frau begnadigte. In Johannes 8,1-11 können wir die Geschichte der Ehebrecherin lesen.

Eigentlich sollte sie gesteinigt werden, da sie Fremd gegangen ist. Doch Jesus vergab ihr und bat sie: “Sündige nicht mehr”. Sollen wir diese Szene als “Eine Sünde darfst du machen und dann ist Schluss” deuten?

Ich denke nicht. Ich denke eher, dass wir uns bemühen sollten keine Sünden zu begehen. Während es relativ leicht ist die Finger von einer Frau zu lassen, können wir das nicht immer mit unseren Gedanken (die der erste Schrift zu körperlichen taten sind)

Bitte behalte dies immer im Hinterkopf, wenn du eine schwere Entscheidung in Richtung “Konsequenz bei Ehebruch” treffen musst.

Rettung aus der Hölle

Eine wichtige Frage wäre jetzt noch zu klären: Wenn alle so schnell in der Ehe einen Ehebruch begehen können, dann haben wir doch keine Chance der Hölle zu entkommen? Wenn selbst ein Blick reicht, um fremd zu gehen, wie können wir verhindern in die Hölle zu kommen?

Die gute Nachricht ist: Es ist sehr wahrscheinlich, dass du bereits wegen anderer Sünden bereits in Richtung Hölle wanderst. Denn dieses Prinzip des Herzens gilt auf für andere Sünden (zum Beispiel entspricht Hass auf einem Menschen gleich Mord). Das ist insofern gut, dass der Ehebruch damit nicht die einzige Sünde ist, die dir Vergeben werden kann.

Zugegeben: Der Letzte Absatz war leicht sarkastisch! Aber um eines geht es: Vergebung. Jesus Christus starb für uns Menschen am Kreuz, damit wir ihn als unseren Retter annehmen können. Durch die Annahme von ihm, als unseren Retter, sieht Gott uns durch seinen Sohn Jesus. Wir also stehen vor Gott so perfekt da, wie Jesus.

Und wenn wir eines wissen: Perfekte Menschen kommen in den Himmel. Das ist die einzige Möglichkeit nach dem irdischen Tod aus der Hölle zu kommen: Direkt nach dem Tod in den Himmel gehen. Durch jesus ist das möglich.

Wenn du mehr darüber wissen willst, kannst du eine praktische Vorgehensweise hier finden: Jesus um Gnade bitten

Weiterführende Literatur

Wiederheirat ist Ehebruch – David Pawson schreibt in diesem Buch über das Thema “Scheidung und Ehebruch”. Einige seiner Aussagen (z.B. das man das Heil verlieren kann) sind sehr kontrovers und nicht von allen Lehren unterstützt. Dennoch gibt dieses Buch ein sehr guten Einblick speziell über das Thema, was viele Autoren scheinbar nicht so gerne anfassen. > Zum SCM Shop

Hör mir doch auf mit Sünde! – Dieses Buch behandelt das Thema “Sünde” an sich (nicht nur Thema Ehebruch) und wie man damit als Christ umgehen sollte. Ein nettes Nachschlagewerk für alle, die den evangelische Basis-Glauben zusammengefasst haben wollen > Zum SCM Shop

Geschrieben von Alexander