Alltagsfragen zum Glauben

Woher weiß ich, dass Gott mir vergeben hat?

In diesem Artikel wollen wir uns mit der Frage beschäftigen „Woher weiß ich, dass Gott mir vergeben hat?“. Die Antwort auf diese Frage ist nämlich nicht so einfach, wie man meint und streift durchaus die Grundsätze des Glaubens.

Du kannst wissen, dass Gott dir vergeben hat, in dem du an die Botschaft von Jesus Christus glaubst.

Gibt es äußere Zeichen, dass Gott mir vergeben hat?

Jetzt kommt eine Botschaft, die vermutlich nicht allen Gläubigen gefällt: Es gibt keine äußeren Zeichen, dass Gott jemanden vergeben hat. Es gibt einige charismatischen Gemeinden, die sagen, dass Zungenrede ein untrügliches Zeichen dafür ist, dass man errettet ist (und somit das Gott Sünden vergeben hat)

Doch diese These hat ein Problem: Diese Annahme ist relativ neu und vernachlässigt schlicht die 2000 Jahre Christentum, die dazwischen liegen. Wer dieser These folgt, der muss bedenken, dass Gott dann wohl in den letzten 2000 Jahren niemanden vergeben hat – denn immerhin sind solche Vorkommnisse praktisch nicht dokumentiert.

Natürlich steht jedem Gläubigen stets eine Möglichkeit offen: Das Beten. Natürlich kann man Gott bitten ihm ein Zeichen zu senden, damit er weiß, dass Gott ihm vergeben hat. In vielen Fällen wird Gott sogar auf seine weise Antworten.

Dies allerdings ist nicht die eindeutige biblische Möglichkeit zu erkennen, ob Gott einem vergeben hat. Also: Woher weiß ich, dass Gott mir vergeben hat?

Die Antwort: Dein Glaube. Dein Glaube ist das Zeichen, dass Gott dir vergeben hat.

Warum der Glaube ein Zeichen ist, dass Gott dir vergeben hat

Immer wieder im Neuen Testament kommt eine Aufforderung an die Gläubigen: Glaubt an Jesus und seine Botschaft. Glaubt daran, dass Jesus von der Toden auferstanden ist und er damit bewiesen hat, dass Gott jedem Gläubigen verziehen hat.

Der Begriff „Glaube“ wird in der heutigen Zeit oft falsch verstanden. Wenn wir in unserem modernen Sprachgebrauch das Wort „glaube“ verwenden, schwingt immer eine gewisse Unsicherheit mit. Wer glaubt etwas zu wissen, der hat eine ungefähre Ahnung, dass es stimmen könnte.

Dies ist aber nicht die biblische Definition von „Glaube“. Glaube in der Bibel heißt: Darauf vertrauen, dass die Verheißungen Gottes stimmen. Oder in dem Fall von Vergebung: Darauf vertrauen, dass Gott einem Vergeben hat.

Wer sich dafür entscheidet den Weg Gottes zu gehen, der vertraut auf die Auferstehung von Jesus Christus und seine Lehre von der Vergebung Gottes. Sein Glaube daran ist ein Zeichen dafür, dass Gott dir vergeben hat.

Was ist, wenn ich Zweifel an der Vergebung Gottes habe?

Jetzt kommt ein kniffliger Part: Jeder Gläubige zweifelt nicht nur einmal in seinem Glaubensleben. Man kann sogar sagen: Es ist ein alltägliches Ding und gehört schon zu zu einem „normalen“ Glauben dazu. Verspielt man sich mit dem Unglauben die Vergebung Gottes?

Tatsächlich ist dem nicht der Fall. Wenn dies ein tiefer, theologischer, Aufsatz wäre (ohne den Fokus auf die Anwendbarkeit), würde an dieser Stelle eine Erklärung mit den Worten „sola gratia“, „sola fide“ und „sola scriptura“ kommen. Da eine solche Erklärung an dieser Stelle den Rahmen sprengen würde, hier mal die Kurzfassung: Alleine in der Schrift (Bibel) steht die Wahrheit: Gott hat seine Gnade an alle Menschen gegeben und der Mensch muss (und kann) nichts machen, um diese Gnade zu erhalten… weil er sie schon hat.

Dies sehen wir auch in den Briefen von Paulus und den anderen Autoren: Immer wieder wird aufgerufen an dem Glauben von der Erlösung der Sünden zu glauben. Diese Aufrufe wären ja nicht nötig, wenn es den einen oder anderen Zweifeln gab, der überzeugt werden müsste.

Aus der christlichen Gemeinschaft allerdings wurden Zweifler nicht ausgeschlossen. Nur diejenigen, die eindeutig nicht mehr an Gott, Jesus und die Heilsbotschaft glaubten, wurden ausgeschlossen bzw. sollen heute noch ausgeschlossen werden. Wer allerdings nach wie vor an Gott (und Jesus) glaubt, dem ist stets Vergeben.

Denn auch der Zweifel ist eine Sünde – und Gott hat alle Sünden vergeben.

Darum kannst du glauben, dass Gott dir vergeben hat

Vielleicht zieht dieser Artikel das Pferd von hinten auf, aber die Bibel spricht von einem Zeichen, dass Gott dir vergeben hat. Es ist das eindeutigste Zeichen, dass Gott geben kann: Er hat seinen eigenen Sohn auf die Erde geschickt, um für uns zu sterben.

Der Tod Jesus Christus und die Auferstehung von den Toten wird in der Bibel als der Beweis angeführt, dass Jesus der Messiahs ist – und damit auch die Sündenvergebung real ist. Paulus behauptet sogar, dass (neue) Christentum wäre nichts, wenn Jesus nicht auferstanden wäre.

Wenn du also daran glaubst, dass Jesus der Sohn Gottes ist, dann hast du Glauben – und dann hast du auch Vergebung. Das eine bedingt das andere. Oder anders: Wer seinen Glauben an der Person Jesus Christus fest macht, der hat gleichzeitig die Vergebung.

Die Auferstehung ist ein historischer Fakt. Das Grab war leer. Wir haben 4 Augenzeugenberichte. Wir haben eine Bewegung, die daraus entstand. Wir haben etwas absolut menschliches, auf den wir unser übermenschlichen Glauben richten können. Mehr dazu kannst du in dem Buch „Der Fall Jesus“ lesen. Das Buch findest du hier auf Amazon.

Der Tod am Kreuz und die Auferstehung sind DAS Zeichen dafür, dass Gott dir vergeben hat.

Fazit: Woher weiß ich, dass Gott mir vergeben hat?

Du weißt, dass Gott dir vergeben hat, weil dies die Kernbotschaft von Jesus Christus war. Sein Tod und seine Auferstehung ist der Beweis, dass dein Glaube gerechtfertigt ist. Denn: Wer daran glaubt, dass ihm vergeben wurde, dem ist vergeben.

Nachtrag: Muss ich Gott durch ein Gebet um Vergebung bitten?

Es wird oft auf ein bestimmtes Ritual hingewiesen, wenn es im das Thema Vergebung geht: Dem Gebet, um die Vergebung des Sünden. Oft ist dies verbunden mit einem Lebensübergabegebet. Nirgends in der Bibel steht, dass dies der einzige Akt ist, damit Gott einem die Sünden vergibt.

Wer versucht nach Gottes Sinne zu leben (weil er eben an die Lehren Jesu glaubt), dem sind seine Sünden genauso vergeben, wie demjenigen, der das Gebet spricht.

Wer allerdings mit Gott unterwegs ist, der wird relativ schnell merken, dass ihm ab und zu ein schlechtes Gewissen quält. Dabei kommen Dinge in den Kopf, wo sich der Gläubige schuldig fühlt. Ob jetzt Satan diese geschickt hat oder ob der Heilige Geist eine Botschaft senden will, sei dahingestellt. Vielmehr darf sich der Gläubige durch ein Gebet an bzw. mit Gott daran erinnern, dass diese Schuld getilgt wurde.

Natürlich ist es auch okay Gott darum zu bitten, diese Schuld/Sünde zu vergeben. Gott vergibt und verzeiht diese Schuld/Sünde. Vermutlich hat er sie sogar schon vorher vergeben.

Davon gibt es keine Ausnahme. Gott verzeiht seinen Kindern immer. Jesus Kreuzigung ist der Beweis.

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