Gebet & Gebetsalltag

Gott um Vergebung bitten – so geht’s!

Author: AlexanderWenn du ein Roboter bist, klicke bitte diesen Link an: Falle!

In diesem Artikel findest du eine Anleitung dafür, wie du Gott um Vergebung bitten kannst und deine Sünden abgeben kannst. Das wichtigste dabei ist, wie bei vielen Dingen bei Gott, folgendes: Es sind weniger die Taten, die zählen. Entscheidend ist die innere Einstellung zu der Tat und zu Gott bzw. Jesus.

Bevor wir in die einzelnen Schritte gehen, ein kurzes Vorwort: Gott um Vergebung bitten ist immer eine Geste der Unterwerfung vor Gott, im Vertrauen darauf, dass er dir verzeihen wird. Daher ist es wichtig die richtige Beziehung zwischen dir und Gott zu verstehen. Deswegen tauchen wir zuerst in die Hintergründe ein. Wenn du diese Verstanden hast, werden die folgenden Schritte einfacher.

Voraussetzungen für die Vergebung der Sünden von Gott

An dieser Stelle könnte man eine große, theologische Diskussion führen, was exakt genau im Menschen passiert sein sollte und wie der Heilige Geist darauf gewirkt hat und wie viel die Person wirklich verstanden haben muss.

Doch halten wir es einmal praktisch: Alleine die Tatsache, dass du diesen Artikel liest, ist schon ein Beweis dafür, dass Gott in dir arbeitet. Daher halten wir uns kurz: Jesus Tod ermöglichte dir direkt mit Gott zu kommunizieren und erlaubt es Gott deine böse Tat (Fachleute sagen Sünde) zu vergeben.

Darauf solltest du vertrauen. Im Idealfall hast du Jesus versprochen ihm nachzufolgen (siehe Lebensübergabegebet), aber ich denke für den Anfang reicht das pure Vertrauen in Gott.

Schritt 1: Schuld vollständig eingestehen

Im ersten Schritt musst du vor Gott treten (in dem du betest) und deine Schuld komplett und vollständig, ohne Ausflüchte eingestehen und dafür stehen. Die Worte “komplett” und “ohne Ausflüchte” sind dabei entscheidend.

Du alleine hast die Schuld begangen. Dabei ist egal, ob dich jemand anderes angestiftet hat oder nicht. Es ist egal, ob du dachtest, die Sünde sei doch irgendwie gerechtfertigt. Und ja: Das klingt leichter, als es in Wirklichkeit ist (jedenfalls bei den ersten paar Malen)

Folgende Beispiele sind schlechte Beispiele:

  • Ich habe gelogen, damit ich kein Ärger bekomme.
  • Ja, ich habe geklaut, aber andere sind auch nicht besser.
  • Ich war halt unfreundlich, weil die andere auch unfreundlich war!

Orientiere dich eher an einer Einstellung wie dieser hier:

  • Ich habe gelogen und nicht vertraut, dass du mich unterstützt.
  • Ich habe geklaut.
  • Ich habe dein Gebot der Nächstenliebe missachtet.

Bemerkst du den Unterschied? Das wichtige ist: Ohne Ausflüchte und ohne das Abschieben der Schuld auf andere die Sünde anerkennen und beichten. Sicherlich sündigen alle anderen auch, aber du bist der mit schlechtem Gewissen und der Verbindung zu Gott.

Schritt 2: Ernsthaft eingestehen, dass es dir wirklich Leid tut

Nur weil du etwas sagst, musst du nicht wirklich daran glauben. Sicherlich kannst du Gott sagen, was du falsch gemacht hast – aber es ist wichtig zu verstehen, dass es wirklich ein Fehler war.

Du hast sicherlich schon mal irgendwann in deinem Leben “Entschuldigung” gesagt, ohne dass es dir wirklich Leid tat. Bei vielen Kindern ist das der Fall, wenn sie von ihren Eltern gezwungen werden. Da haben die Worte etwas gesagt, was das Herz nicht verstanden hat.

Sei dir bitte bei der Vergebung bewusst, dass du nicht nur irgend einen Fehler gemacht hast, sondern eine Sünde – du hast gegen Gott rebelliert. Der Schöpfer von allem! Und du hast gegen seine Gebote verstoßen.

Ein gutes Indiz dafür, dass dir es ernsthaft Leid tut, ist es, wenn es im Herzen wehtut, wenn du darüber nachdenkst. Wenn deine Gedanken immer noch bei “der hat es aber Verdient” sind, solltest du mit Gott ins Gebet gehen. Er möge dir bitte erklären und/oder zeigen wie du zu der richtigen inneren Einstellung kommst.

Gott sieht deine Bemühungen und wird dir dabei helfen. Vertraue ihm einfach.

Schritt 3: Gott im Gebet um Vergebung bitten

Gott weiß bereits was du fühlst, vielleicht hat er dir sogar selbst geholfen an die Stelle zu kommen, an der du jetzt bist. Spätestens in diesem Schritt wird es Zeit den Mund aufzumachen und Gott um Gnade zu bitten.

Dafür gibt es keine besondere Formel. Es müssen keine besonderen Worte verwendet werden. Bete, wie du sprichst und sprich was du fühlst. Lass es raus und Entschuldige dich bei Gott.

Wenn du dies tust, wird Gott dir vergeben.

Gebet Vergebung der Sünden (evangelisch)

Im Folgenden findest du ein Gebetsvorschlag, wenn du dem Christentum in der evangelischen Richtung folgst. Nimm dieses Gebet es als Formulierungshilfe und nicht als eine bestimmte Formel. Wenn du etwas weglassen oder hinzufügen möchtest, dann tue es.

Gott, ich habe gesündigt. Ich habe gegen deine Gebote verstoßen und meinen Mitmenschen schuld angetan. Ich schäme mich dafür und bitte bei dir um Verzeihung. Bitte Verzeihe mir, in Jesus Namen, meine Schuld. Ich vertraue darauf, dass du mir meine Schuld abnimmst und mich zu einem besseren Christen machen wirst. Danke, dass du mich erhörst.

Tipp: Du kannst dich auch vom Vater unser inspirieren lassen. Auch dort gibt es Zeilen, die um Vergebung bitten.

Gottes Vergebung annehmen

Viele Christen haben das Problem die Vergebung Gottes wirklich anzunehmen. Sie fühlen sich schlecht und können nicht glauben, dass Gott ihnen wirklich verziehen hat.

Wenn dieses Gefühl länger anhalten sollte, dann überprüfe die vorherigen Schritte nochmal und bitte Gott im Zweifelsfall nochmal um Vergebung. Alternativ können es die “Nachwehen” sein, die dir der Heilige Geist gibt. Gucke doch mal in der Kapitel “Nachwirkungen” und folge deinen Gedanken.

Gott hat bereits vergeben. Aber die Konsequenzen auf der Erde wirst du tragen müssen – aber wenn du wirklich bereust, wird er dir helfen.

Vielleicht liegt es daran, dass du nicht Glauben kannst, dass es so einfach ist. Doch Gottes Gnade ist gut. Lies doch mal folgende Bibelstellen, die sich um Gnade und Vergebung drehen: Römer 6,23, Joh 3,16 und 1 Joh 2,2

Schritt 4: Nachwirkungen

Gott hat dir Vergeben. Doch jetzt solltest du dich heranmachen diese Tat/Sünde nicht mehr zu begehen. Wie das im einzelnen Aussieht, ist bei jedem anders.

Bei Sünden, die der Mensch als kleiner ansieht und es keine große Nachwirkung unter den Menschen gibt, war es das in der Regel. Manchmal aber bekommst du einen Gedanken, ein Gefühl oder ein Bild was als nächstes dran ist.

Wenn du das Gefühl bekommst, dich bei jemanden zu entschuldigen – dann mache das! Der Heilige Geist gibt dir damit Hinweise, wie du dich verbessern kannst. Es ist als Jünger Jesus ratsam diesen Rat zu folgen. Wie Gott antwortet, haben wir hier aufgeschrieben.

Damit wird dein Gewissen nicht nur reiner, sondern du bist auch ein positives Beispiel unter den Menschen – und damit ein gutes Aushängeschild für Gott.

Lesetipp

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